Makrofotografie

Rethink, what your camera can do

Makro oder Pseudomakro (Makroringe)

Ein Makroobjektiv kann auch auf Objekte fokussieren, die sich sehr nah vor der vorderen Objektivlinse befinden. Diese sind nicht ganz günstig.
Es gibt allerdings eine wesentlich preiswertere Alternative, die für angehende Fotografen interessant ist.

Hier komme ich zu den Makro-Ringen. Die Makro-Ringe sind Ringe, die man zwischen den Kamerabody und das Objektiv schraubt und die somit den scharfen Bereich des Objektivs wesentlich weiter vor das Objektiv verschieben, teilweise sogar in das Objektiv hinein. Diese setzt man am besten mit geringen Brennweiten (wie 30 mm bis 70 mm) ein, weil sie dort die größte Wirkung erzielen. Man unterscheidet sie nur im Abstand, den sie zwischen die Kamera und das Objektiv bringen. Das heißt, ein Ring, der das Objektiv 13 mm mehr von der Kamera entfernt, ist mit 13 mm gekennzeichnet. Ebenfalls gibt es einen Ring mit 21 mm und mit 31 mm.

Um die maximale Vergrößerung zu erzielen, steckt man alle drei Ringe hintereinander und dann das Objektiv drauf. Dann muss auf jeden Fall die Sonnenblende (auch Gegenlichtblende oder Streulichtblende genannt) des Objektivs herunter, weil der scharfe Bereich von der letzten Objektivlinse bis etwa 5 cm vor das Objektiv reicht. Dies ist jedoch unterschiedlich, je nach Objektiv und je nach Abstand zwischen Kamera und Objektiv. Bei einem Telezoomobjektiv beispielsweise kann die Vergrößerung nicht so groß sein, aber man kann Objekte in einem Meter Entfernung immer noch vergrößern. Diese Technik wird auch Pseudomakro genannt, da sie ohne ein „normales“ Makroobjektiv auskommt. Die Ringe bekommt man zu Preisen von 15 bis 20€.

Information: Wenn der Fokusbereich näher zur Kamera verschoben wird, fehlt er am anderen Ende, was heißt, das kein Unendlichkeitsfokus mehr verfügbar ist.

Information: Falls der Autofokus nicht mehr funktionieren sollte, da keine Treffsicherheit mehr gegeben ist, würde ich in den manuellen Fokus umschalten (Wahlschalter am Objektiv).